In 3 Tagen beginnt die neue Saison!

«Jedes Spiel beginnt bei Null»

Die OUM – Saison 2016/17 steht kurz bevor. Am 22. Oktober geht es mit dem 1. Spieltag im Birkendorf Bürchen los. In diesem Jahr gehen erneut sieben Mannschaften an den Start. In einer Saisonprognose nehmen wir die einzelnen Mannschaften unter die Lupe und wagen einen Ausblick auf die Qualifikationsrunde.

UHC Naters-Brig

Saison 15/16: Platz 1
Zuzüge: Biffiger E-M., Oliveira A. (2)
Abgänge: Gottsponer E. (1)
Coach: Steve Imhof (bisher)

Mit einer nur minimal verstärkten Mannschaft steigen die Natischerinnen in die neue Saison. Für sie wird es eine Saison des Behauptens werden, denn den Meistertitel zu verteidigen, ist ungleich schwieriger, als ihn zu gewinnen. Der grosse Vorteil der Mannschaft ist, dass sie zusammengeblieben ist. Leistungsträgerinnen wie Millius, Nanzer oder Coquoz hängen eine weitere Saison an. Es ist Coach Imhof nicht übel zu nehmen, dass er in der OUM-Saisonvorschau die (rhetorische) Frage stellt, ob seine Mannschaft den Erfolgshunger aufrechterhalten kann. Damit versucht er natürlich seiner psychologischen Aufgabe nachzukommen und Druck von der Mannschaft zu nehmen. Aber seien wir ehrlich: Wer nach einem Festmahl wie dem letztjährigen Meistertitel während einem halben Jahr nichts mehr zu essen erhält, der wird ganz bestimmt hungrig sein!

Unser Tipp: Die Natischerinnen sind heiss wie Frittenfett – sie werden den Quali-Sieg holen und beweisen, dass der letztjährige Meistertitel kein Zufall war.


UHC Fletschi Cracks

Saison 15/16: Platz 2
Zuzüge: –
Abgänge: Zumtaugwald C., Zurbriggen C. (3)
Coach: Angelo Zurbriggen (bisher)

Fünf Meisterschaften in Serie und dann die Finalniederlage gegen den UHC Naters-Brig. Was müssen das für emotionale Stunden gewesen sein im vergangenen Frühling! Die scheinbar unbesiegbare Mannschaft aus dem Saastal fand ihren Bezwinger. Jetzt heisst es, Stärke zu zeigen. Denn der wahre Charakter einer Mannschaft (und ihrer Spielerinnen) kommt dann zum Vorschein, wenn es nicht gut läuft. Eines ist sicher: Coach Zurbriggen wird im Sommer auf Ursachensuche gegangen sein. Wenn einer die Ursachen des Scheiterns finden kann, dann wohl Serienmeister-Coach Zurbriggen. Die Saaserinnen werden bereit sein – versprochen.

Unser Tipp: Die Cracks spielen auf demselben Niveau wie der UHC Naters-Brig. Damit bleiben sie unerreichbar für alle anderen Mannschaften. Die Playoff-Qualifikation sollte reine Formsache sein.


STV Baltschieder

Saison 15/16: Platz 3
Zuzüge: Schuler K., Widmer, H. (2)
Abgänge: Hermann, S. (1)
Coach: Steve Imhof (bisher)

Die erste Mannschaft der Baltschiednerinnen spielte im vergangenen Jahr eine solide Meisterschaft. Der dritte Platz war sicherlich das Höchste der Gefühle. In dieser Saison wird es vermutlich ähnlich aussehen, obschon den Baltschiednerinnen zuzutrauen ist, dass sie den beiden Top-Teams Naters-Brig und Fletschi Cracks ein wenig nähergekommen sind. Erwischen sie einen guten Tag, so könnten sie sogar in der Lage sein, den Favoritinnen zumindest einen Punkt abzuknöpfen. Für die Playoff-Qualifikation ist es aber noch zu früh. Das scheint angesichts des Durchschnittsalters von 17.5 Jahren (!) aber auch nicht das primäre Saisonziel sein. Die Indians haben noch Zeit, sehr viel Zeit.

Unser Tipp: Platz 3. Langweilig? Mag sein, aber allemal realistisch.


UHC Embd Devils

Saison 15/16: Platz 4
Zuzüge: –
Abgänge: Amstutz M., Schaller T., Simkova N. (3)
Coach: vakant

Im vergangenen Jahr schien es, als würden die Devils auch auf den Nachwuchs setzen. Das Kader wurde stark vergrössert und viele neue und teilweise junge Spielerinnen aufgenommen. Bedauerlicherweise kamen einige von ihnen selten zum Einsatz. Wie es nun scheint, wurde das Unterfangen „Zukunft“ bei den weiblichen Devils eingestellt. Unter den aktuell lizenzierten Spielerinnen finden man vornehmlich die altbekannten und nur wenige neue, junge und erfolgshungrige. Kurzfristig gesehen, macht das absolut Sinn, denn die bewährten Spielerinnen sind sehr talentiert und kennen die Meisterschaft aus dem Effeff. Es wird interessant zu sehen sein, ob die Devils damit Erfolg haben.

Unser Tipp: Die Devils sind zwar unverändert stark, aber die Gegner haben Boden gut gemacht. Dank der Erfahrung werden sie mit der roten Laterne nichts am Hut haben, aber für mehr als einen Mittelfeldplatz wird es nicht reichen – Platz 6.


UHC Visper Lions

Saison 15/16: Platz 5
Zuzüge: Constantin P. (1)
Abgänge: Bonvin N., Gasser M., Kalbermatten L., Kalbermatter J.,  Locher C., Locher M., Oggier E., Zumtaugwald R. (8)
Coach: vakant

Die Lions aus der «Lonza-Stadt» verfügen möglicherweise über die Mannschaft mit der grössten individuellen Qualität. Viele Spielerinnen haben sich von Kindesbeinen an dem Unihockeysport verschrieben. Die Tatsache, dass sie dabei in mehreren Mannschaften gleichzeitig spielen, zeigt, dass sie für den Unihockeysport leben. Was diese Mannschaft braucht, ist eine gute Führung. König Fussball zeigt es beispiellos vor: Der Umgang mit Stars muss erlernt werden. Bekommen die Lions ihre internen Schwierigkeiten in den Griff, gehören sie unbestritten zu den Top-Favoriten.

Unser Tipp: Das Kader wurde verkleinert und gezielt verstärkt. Stimmt die Chemie, so werden sie an guten Tagen selbst die beiden Ligakrösusse Naters-Brig und Fletschi Cracks besiegen können. Das Zünglein an der Waage könnte neben der Führungsfrage die Konstanz sein. Deshalb reicht es in dieser Saison erst einmal nur zu Platz 4.


STV Baltschieder Future

Saison 15/16: Platz 6
Zuzüge: Erler R. (1)
Abgänge: Imboden, A., Marner R., Mazotti C., Wyssen J. (4)
Coach: Annik Grünwald (bisher)

Die Nachwuchsmannschaft des STV Baltschieder spielte im vergangenen Jahr eine herausragende Meisterschaft. Die Tatsache, dass das Durchschnittsalter der Futures aber um 1.5 Jahre höher ist als jenes der Indians (ihrer 1. Mannschaft), überrascht doch ein wenig. Vermutlich kann das damit erklärt werden, dass das Kader der jungen Futures durch einige wenige erfahrene Spielerinnen ergänzt wird. Das macht durchaus Sinn, zumal die jungen Wilden damit vermutlich am schnellsten dazulernen werden. Dank der guten Führung und dem geschlossenen Mannschaftsgeist werden die Futures auch heuer wieder zum potentiellen Stolperstein für die favorisierten Mannschaften.

Unser Tipp: Es hört sich ein wenig komisch an, aber aufgrund der grösseren Erfahrung werden die Futures auch heuer mindestens eine Mannschaft hinter sich lassen. Platz 5.


UHC Green Vipers

Saison 15/16: Platz 7
Zuzüge: Bovet J., Elsig L., Fux E., Hischier L., Imboden C., Kuonen E., Kuonen S., Lorenz X., Meichtry N., Schmid F., Steiner E. (11)
Abgänge: Passeraub N. (1)
Coach: Rafael Bittel (bisher)

Elf Zuzüge und einen Abgang – was für eine Bilanz für die Vipers! Am Ende der vergangenen Saison schienen die Vipers am Ende: Neun lizenzierte Spielerinnen waren es damals noch. Es ist der proaktiven, vorausschauenden Vereinsführung zu verdanken, dass die Vipers noch am Leben sind. Die bereits zur Saisonhälfte eingeleiteten Massnahmen trugen nun ihre Früchte. Es grenzt an ein kleines Wunder, dass auf einem derart ausgetrockneten Spielermarkt wie jenem der Unihockey-Damen elf neue Spielerinnen gefunden werden konnten. Damit sind mehr Spielerinnen dazugekommen, als zuvor bereits in der Mannschaft waren. Es ist eine logistische Meisterleistung, dass der Vorstand derart schnell und souverän auf diesen Andrang reagieren konnte. Dass die Mannschaft aus sportlicher Sicht ebenfalls derart rasch den Tritt finden wird, davon ist nicht auszugehen. Die jungen, teilweise unerfahrenen, Spielerinnen werden ihre Zeit brauchen. Wo anders als in Turtmann, dem neben Baltschieder prominentesten Ausbildungsklub schlechthin, sollen sie diese erhalten?

Unser Tipp: Die eigene Mannschaft auf den letzten Platz zu setzen, das schmerzt schon ein wenig. Das Vertrauen in die jungen Spielerinnen muss aber als Investition in die Zukunft gesehen werden. Als ältester aktiver Damenverein der OUM dürfen die Vipers deshalb entspannt in die Zukunft blicken: Der Erfolg wird kommen, es ist nur eine Frage der Zeit.

 

 

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