Spielbericht 11.10.15

UHC Green Vipers vs. UHC Fletschi Cracks

Nun war es also endlich so weit: Die Sommerpause war beendet und der erste Spieltag stand vor der Türe. Wobei Sommerpause das falsche Wort ist, denn die grünen Vipern aus Turtmann lagen, entgegen der verbreiteten Klischees, nicht nur in der heissen Sonne herum. Da auf die neue Saison hin drei herausragende Spielerinnen der Turtmänner Talentschmiede nach Visp gewechselt waren, musste der Substanzverlust irgendwie kompensiert werden. Trotz der durch die Transfers prall gefüllten Kasse wurde lediglich eine neue Viper verpflichtet: Jenny Bovet. Wer im Mittelwallis mit dem Unihockeysport auf irgendeine Art und Weise bisher bereits einmal in Berührung kam, dem wird dieser Name ein Begriff sein. Bovet steht für hartes, kompromissloses, aber stets faires Spiel. Für die Gegner eine Wand, für die Vipers die bestmögliche Verstärkung.

Für die Vipers aus Turtmann kommt es gelegen, dass man heuer nur auf einer Hochzeit tanzen muss – der schmale Kader würde erhebliche Gefahren bergen, eine schlechte Meisterschaft zu spielen. Der Kader, oder die „Schlangenpopulation“, wie er in Turtmann liebevoll genannt wird, ist auf neun Vipern geschrumpft. Die sportlichen Leser dieses Berichts werden die Weisheit „Geld schiesst keine Tore“ kennen. Auf die Vipers angepasst hiesse das: Geld legt keine Eier. Der Sommer war hart und der Markt dementsprechend ausgetrocknet. So war die Mannschaft gezwungen, mit einer stark geschrumpften Mannschaft nach Bürchen zu fahren.

Kommentar

Im ersten Spiel der neuen Saison wartete kein geringerer Gegner als die Fletschi Cracks aus dem Saastal, der Serienmeister der vergangenen vier Jahren. Die Vipers starteten mutig in die Partie und vermochten dem übermächtigen Gegner lange Paroli bieten. In dieser Startphase war es die starke Torfrau der Saaser, Anthamatten J., die den Serienmeister im Spiel hielt. Danach fanden die Fletschi Cracks etwas besser ins Spiel und gingen nach einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Nach dem Pausentee folgte die schwächste Phase der Vipers und der Gegner vermochte davonzuziehen. Die jungen Schlangen waren zu keiner Reaktion mehr fähig und so setzte sich der Favorit schlussendlich mit 8:3 durch.

UHC Green Vipers – UHC Fletschi Cracks 3:8 (0:2, 3:6)
Turnhalle Bürchen – 50 Zuschauer – SR Imboden
Tore: 6. Bumann J. 0:1. 11. Bumann J. (Zurbriggen M.) 0:2. 22. Borter A. (Lötscher) 1:2. 23. Zurbriggen M. (Bumann J.) 1:3. 25. Zurbriggen M. 1:4. 28. Bumann S. (Hugo) 1:5. 29. Bumann J. (Zumtaugwald) 1:6. 31. Zurbriggen M. (Bumann J.) 1:7. 33. Bovet (Borter A.) 2:7. 36. Werlen (Hugo) 2:8. 40. (39:15) Borter A. (Wichmann) 3:8.
Strafen: –
Green Vipers: Michlig Jasmin; Borter Alexandra, Lötscher Anna, Bovet Jenny; Passeraub Natascha, Wichmann Patricia.
Fletschi Cracks: –
Bemerkungen: Fletschi Cracks komplett. Green Vipers ohne Meichtry (beruflich), Inderkummen (verletzt) und Borter E. (verletzt). – 38:48 Time-Out Green Vipers. – Borter A. (Green Vipers) und Bumann J. (Fletschi Cracks) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Statistik


 

UHC Green Vipers vs. UHC Visper Lions

In der zweiten Partie des Tages trafen die Vipers auf den Konkurrenten aus Visp. Ein Duell, über das im Vorfeld sehr viel geschrieben und gesprochen wurde. Und das zurecht, denn immerhin stammen die drei besten Spielerinnen des Gegners aus der Talentschmiede der Vipers. Die Transferpolitik der Visper war aber beileibe nicht das einzige Thema, das zu sprechen gab. Auch die Lizenzierungspolitik erscheint bizarr: Nicht weniger als 21 (!) Spielerinnen wurden für die Saison 2015/16 lizenziert. Den Verband wird es freuen, denn das spült ordentlich Geld in die Kassen. Für die Vipers war dieses Thema jedoch unwichtig, viel mehr freute man sich, endlich wieder Unihockey spielen zu dürfen.

Und wie die Vipers das taten! Wie von der Tarantel gestochen stürmten sie auf das gegnerische Tor zu und deckten die bemitleidenswerte Torfrau der Visper mit Schüssen aus allen Lagen ein. Es war eine Dominanz, wie sie nie hätte erwartet werden können. Mit den Toren von Lötscher (1), Bovet (1) und Borter A. (3) erspielten sich die Vipers ein beruhigendes Polster für den zweiten Abschnitt. Auch in diesem Spiel zogen die Vipers zu Beginn des zweiten Abschnitts ihre schlechteste Phase ein. Beflügelt durch die Strafenflut gegen die Vipers, schaffte der Gegner mittels vier Distanzschüssen den Anschluss und brachte neue Spannung in die Partie. Das viel zitierte Momentum schien nun auf die Seite der Visper gefallen zu sein. Doch die Vipers zeigten viel Charakter und liessen sich nicht bezwingen. Diese starke Willensleistung wurde mit zwei Punkten belohnt. Saisonstart geglückt!

UHC Green Vipers – UHC Visper Lions 7:6 (5:0, 2:6)
Turnhalle Bürchen – 50 Zuschauer – SR Wyer
Tore: 3. Borter A. (Passeraub) 1:0. 4. Bovet (Passeraub) 2:0. 7. Borter A. (Lötscher) 3:0. 8. Lötscher (Borter A.) 4:0. 20. Borter A. (Lötscher) 5:0. 21. Borter A. (Wichmann) 6:0. 26. – 6:1. 31. – 6:2 (Ausschluss Lötscher). 34. – 6:3. 38. Bregy 6:4 (Ausschluss Bovet). 39. (38:33) – 6:5. 39. (38:47) Bovet (Wichmann) 7:5. 40. (39:35) – 7:6.
Strafen: 4 x 2 Minuten gegen Green Vipers, 1 x 2 Minuten gegen Visper Lions.
Green Vipers: Michlig Jasmin; Borter Alexandra, Lötscher Anna, Bovet Jenny; Passeraub Natascha, Wichmann Patricia.
Visper Lions: –
Bemerkungen: Visper Lions komplett. Green Vipers ohne Meichtry (beruflich), Inderkummen (verletzt) und Borter E. (verletzt). 39:43 Penalty verschossen (Green Vipers). 07:41 Time-Out Visper Lions. Borter A. (Green Vipers) und Bregy (Visper Lions) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

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flo

Geile Sieg gegu vischp xD vischp isch mischt! ahahaha

Meisterschaft Damen