Spielbericht 14.11.2015

UHC Green Vipers vs. STV Baltschieder

Mit den zweiten Punkten aus dem Spiel gegen Visp im Gepäck, reisten die Vipers für den zweiten Spieltag ins Saastal. Im kühlen Saas-Grund fand der zweite Spieltag der Damen-Meisterschaft statt. Dieser Spieltag war ein Gradmesser für die junge Mannschaft der Vipers: Sollte man mit diesen beiden Top-Gegnern mithalten können, so müssen die Saisonziele nach oben korrigiert werden. Sollte man nicht mithalten können, so rücken die Playoff-Plätze in weite Ferne.

Im ersten Spiel des Tages trafen die Vipers auf die erste Mannschaft des STV Baltschieder. Diese talentierten jungen Damen waren es, die sich im vergangenen Jahr mit den Vipers einen erbitterten Kampf um den zweiten Playoff-Platz lieferten. Damals gingen die Devils aus Embd als lachender Dritter aus dem Duell hervor und durften sich in einem spannenden Finale mit den Fletschi Cracks messen. Wird sich diese Geschichte heuer wiederholen?

Die auf dem Papier wohl drittstärkste Mannschaft zeigte den Vipers von Beginn an, dass sie in diesem Jahr ihren Traum von Playoff-Finale endlich verwirklichen will. Gute drei Minuten waren gespielt, als Christiane Zimmermann den Schlangen ein erstes Ei ins Nest legte. Die Vipers brauchten zehn Minuten, um ins Spiel zu finden. Dann drehten Borter A. und Wichmann das Spiel innert einer Minute zum 2:1. Die Baltschiedner dachten jedoch keineswegs ans Aufgeben: Zimmermann glich mit einem herrlichen Solo zum 2:2 aus. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit zahlreichen Chancen. In der 15. Minute legte Passeraub wieder mit 3:2 vor, für den Ausgleich zum 3:3 zeichnete sich erneut Zimmermann verantwortlich.

Kommentar

In der zweiten Hälfte flachte das Niveau des Spiels dann deutlich ab. Es schien, als müssten die Vipers ihre Kräfte bereits etwas konservieren. Die Baltschiedner taten mehr für das Spiel und gingen mit 3:5 in Führung. Eine Auszeit kurz vor Schluss konnte an diesem Resultat nichts mehr ändern. Mehr noch, ein Empty-Netter von Sarah Hermann besiegelte die zweite Saisonniederlage der Vipers.

Das Spiel zeigte, dass die beiden Mannschaften sich ebenbürtig sind. Schaffen die Vipers es, die Verletzungshexe zu vertreiben, so könnte das Duell mit den Baltschiednerinnen auch heuer jeweils hochspannend werden. An diesem Tag machte jedoch eine den Unterschied: Christiane Zimmermann. Die junge Visperin lieferte ein sensationelles Spiel und bezwang den Gegner im Alleingang. Mit ihren 15 Skorerpunkten steht sie zwar „nur“ auf dem vierten Platz in dieser Wertung. Beachtet man aber, dass darunter 14 Tore sind, ist das ein starker Leistungsnachweis. In dieser Verfassung wäre diese Frau definitiv die Kronfavoritin auf den MVP-Titel – gäbe es diesen in der OUM…

UHC Green Vipers – STV Baltschieder 3:6 (3:3, 0:3)
Turnhalle Saas-Grund – 30 Zuschauer – SR Gentinetta
Tore: 4. Zimmermann (Salzmann L.) 0:1. 13. Borter A. (Bovet) 1:1. 14. (13:13) Wichmann (Meichtry) 2:1. 14. (13:57) Zimmermann 2:2. 15. Passeraub (Lötscher) 3:2. 20. Zimmermann (Weber) 3:3. 24. Zimmermann (Weber) 3:4. 29. Salzmann J. (Henzen) 3:5. 39. Hermann (Weber) 3:6.
Strafen: –
Green Vipers: Bovet Jenny; Lötscher Anna, Borter Alexandra, Meichtry Claudine; Passeraub Natascha, Wichmann Patricia.
Baltschieder: –
Bemerkungen: Baltschieder komplett. Green Vipers ohne Michlig (beruflich), Inderkummen (familiär) und Borter E. (verletzt). – 37:24 Time-Out Green Vipers, von 37:24 bis 38:34 ohne Torhüterin. – Wichmann (Green Vipers) und Zimmermann (Baltschieder) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Statistik


 

UHC Green Vipers vs. UHC Naters-Brig

Im zweiten Spiel kam es zu einer Premiere: Erstmals überhaupt in der Geschichte der Oberwalliser Unihockeymeisterschaft trafen die Vipers auf die Damen des UHC Naters-Brig. Die Mannschaft aus Naters besteht aus mehreren Spielerinnen, die über eine grosse Erfahrung im Unihockeysport verfügen. Viele von ihnen spielten bis vor wenigen Jahren unter Coach Steve Imhof für die Visper Lions in der ersten Liga des SUHV (Kleinfeld). Und: Eine von ihnen darf sich Nationalspielerin nennen. Jawohl, Nationalspielerin. Vanessa Steiner, Verteidigerin der Sierre Lions, steht im aktuellen Kader der Schweizer Streethockey Nationalmannschaft.

Dieser zweite Gegner der Vipers verfügt also über ein enormes Potential. Gut für die Schlangen, war die nominell stärkste Spielerin des Gegners, Steiner, nicht anwesend. Trotzdem kamen die Vipers gehörig unter die Räder: 1:6 lautete das Verdikt nach 20 Minuten. Auf das anschliessende 2:6 durch Passeraub folgten postwendend die Tore 7 und 8. Der Spielstand am Ende: 4:14.

Matchwinnerin bei den „Natischerinnen“ war die starke Isabelle Millius. Mit fünf Toren und drei Assists spielte sie sich an die Spitze der Liga-Skorerliste. Die jungen Vipers aus Turtmann konnten das Tempo der frei aufspielenden Mannschaft aus Naters nicht mitgehen. Dazu war der Kader auch heute zu wenig breit: Mit fünf Spielerinnen ist gegen derart starke Gegner nichts zu holen, gerade in den zweiten 40 Minuten.

Auf Seiten der Vipers gab es trotz der hohen Niederlage einen Lichtblick: Inderkummen stand erstmals seit der Babypause im Aufgebot der Vipers und reihte sich mit ihrem Treffer zum 4:11 in die Liste der Torschützinnen ein. Ein starkes Comeback!

UHC Green Vipers – UHC Naters-Brig 4:14 (1:6, 3:8)
Turnhalle Saas-Grund – 30 Zuschauer – SR Lorenz
Tore: 2. Millius (Rotzer) 0:1. 6. Nanzer 0:2. 7. Nanzer (Millius) 0:3. 8. Wichmann (Lötscher) 1:3. 9. Millius (Nanzer) 1:4. 10. Rotzer (Coquoz) 1:5. 13. Rotzer (Millius) 1:6. 22. Passeraub (Lötscher) 2:6. 24. Millius 2:7. 25. Rotzer 2:8. 30. Wichmann (Inderkummen) 3:8. 32. Millius (Rotzer) 3:9. 34. Millius (Rotzer) 3:10. 36. Coquoz (Gottsponer) 3:11. 38. Inderkummen (Wichmann) 4:11. 39. Rotzer (Millius) 4:12. 40. (39:01) Coquoz 4:13. 40. (39:44) Nanzer (Rotzer) 4:14.
Strafen: –
Green Vipers: Bovet Jenny; Lötscher Anna, Meichtry Claudine; Passeraub Natascha, Wichmann Patricia, Inderkummen Marielle.
Naters-Brig: –
Bemerkungen: Naters-Brig komplett. Green Vipers ohne Michlig (beruflich), Borter A. (familiär) und Borter E. (verletzt). – 36:56 Time-Out Green Vipers. – Inderkummen (Green Vipers) und Millius (Naters-Brig) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Statistik

 

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