Spielbericht 19.03.2016

UHC Green Vipers vs. STV Baltschieder Future

Das Spiel zwischen dem Tabellenschlusslicht und dem Fünftplatzierten versprach Hochspannung, denn vor der Partie trennte ein mickriger Punkt die beiden Mannschaften. Die Green Vipers mussten auf ihre Top-Scorerin Borter A. verzichten, welche sich auch am Josefstag um das Wohl der kranken Menschen kümmern musste. Neben Borter A. fehlten auch die Torhüterin Michlig, Abwehrspielerin Meichtry sowie Stürmerin Wichmann. Das Comeback gab Borter Elisabeth.

Das Publikum im prall gefüllten Zentrum Sosta (wenige Stunden später ging am selben Ort der mit Vorfreude erwartete Cup-Final über die Bühne) bekam ein umkämpftes Spiel mit vielen Torchancen zu sehen. Die arg dezimierten Vipers wussten um die Wichtigkeit der Partie um kämpften um jeden Ball. Nach rund sechs Minuten war es allerdings Schweizer, die zum 0:1 traf. Loretan, die heute im Kasten der Futures den Vorzug erhielt, wehrte in der Folge Schuss um Schuss ab und rettete ihrer Mannschaft damit den knappen Vorsprung in die Pause.

 

Kommentar

Als die Vipers kurz nach der Pause dann in Überzahl agieren konnten, war es um die weisse Weste der Baltschiedner Torfrau geschehen. Passeraub traf auf Zuspiel von Lötscher mit einem sehenswerten Schuss ins obere rechte Toreck. Das Tor brachte die Hoffnung zurück. Eine Kombination der Mazotti-Schwestern zum 1:2 dämpfte die Turtmänner-Euphorie aber schnurstracks wieder. Doch die Vipers wären nicht die Vipers, wenn sie nicht alles versuchen würden, sich wieder heranzukämpfen. Erneut traf Passeraub auf Zuspiel von Lötscher – 2:2 und alles begann von vorne. Mit dem Erfolgserlebnis im Hinterkopf, fasste sich Inderkummen sechs Minuten später ein Herz und traf mit einem Drehschuss zur 3:2-Führung. Die Baltschiednerinnen schienen für kurze Zeit geschockt und forcierten für die letzten rund fünf Spielminuten ihre besten Leute. Prompt gelang Bellwald der Treffer zum 3:3. Im Anschluss fassten die Vipers eine 2-Minuten-Strafe, welche den Futures die Tür zum Sieg weit öffnete. Doch die Vipers verteidigten ihr Tor gekonnt und liessen nicht annähernd Gefahr aufkommen. Knapp 20 Sekunden vor Spielende folgte dann der grosse Auftritt von Grünwald: Time-Out, Torhüterin raus, volles Risiko! Es sollte sich auszahlen, denn Mazotti profitierte von einer kurzen Unordnung in der Hintermannschaft der Vipers und traf 4 Sekunden vor Ablauf der Spielzeit zum viel umjubelten 3:4. Bei diesem Resultat blieb es, denn das letzte Bully der Partie brachte nichts Zählbares mehr.

Den Green Vipers bleibt damit nichts Anderes, als Baltschieder Future zur tollen ersten Saison zu gratulieren. Es muss neidlos anerkennt werden, dass diese jungen Baltschiednerinnen das Beste aus ihren Möglichkeiten gemacht haben. Die Mannschaft beendet die Meisterschaft auf dem sechsten Rang. Für die Green Vipers war damit klar, dass sie auch heuer nicht mit leeren Händen nach Hause gehen würden: Die rote Laterne konnte ihnen niemand mehr nehmen. Vor der Übergabe dieser wenig ehrenwerten Auszeichnung stand allerdings noch die Saison-Dernière gegen den UHC Embd Devils an.

UHC Green Vipers – STV Baltschieder Future 3:4 (0:1)
Zentrum Sosta – 70 Zuschauer – SR Lorenz
Tore: 6. Schweizer 0:1. 21. Passeraub (Lötscher) 1:1. 25. (24:03) Mazotti C. (Mazotti S.) 1:2. 25. (24:55) Passeraub (Lötscher) 2:2. 32. Inderkummen (Lötscher) 3:2. 25. Bellwald (Grünwald) 3:3. 40. (39:56) Mazotti S. 3:4.
Strafen: 1×2 Minuten gegen Green Vipers, 1×2 Minuten gegen Baltschieder Future
Green Vipers: Bovet Jenny; Lötscher Anna, Borter Elisabeth; Inderkummen Marielle, Passeraub Natascha.
Baltschieder Future: –
Bemerkungen: Baltschieder Future komplett. Green Vipers ohne Wichmann (verletzt), Borter A. (beruflich), Michlig (beruflich) und Meichtry (beruflich). – 39:40 Time-out STV Baltschieder Future. – 39:56 Time-out UHC Green Vipers. – Bovet (Green Vipers) und Mazotti C. (Baltschieder Future) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Statistik

 


UHC Green Vipers vs. UHC Embd Devils

In dieser Partie ging es für beide Mannschaften um nichts mehr: Die Embderinnen hatten den vierten Rang auf sicher und die Vipers konnten aufgrund der überraschenden Niederlage der Natischerinnen gegen Visp die rote Laterne nicht mehr abgeben.

Wenig erstaunlich, entwickelte sich ein Spiel, in dem den Protagonistinnen irgendwie der letzte Biss fehlte. Embd trat gewohnt physisch auf und reizte die Grauzonen des Regelwerks bis ins kleinste Detail aus. Inderkummen scherte dies wenig, sie traf in der 5. Minute sehenswert zum 1:0. Zwei rasche Tore der Devils schienen das Spiel anschliessend aber doch in die zu erwartenden Bahnen zu lenken. Fux K. traf wenige Minuten vor der Pause gar noch zum 1:3.

Spätestens mit dem 1:4 durch Bumann N. in der 23. Minute war die Luft dann raus. Beide Mannschaften schienen sich mit dem Resultat abgefunden zu haben. Die Vipers, bei denen für diese zweite Partie Borter A. zurückkam, waren personell zu dünn besetzt, um noch die Wende zu schaffen. Die Devils brachten den Sieg gekonnt ins Trockene. Das 1:5 durch Lengen S. war der Schlusspunkt einer ereignisarmen Partie.

Mit diesem Resultat endete das Rückspiel genau gleich wie das Hinspiel. Die Devils waren beide Male die bessere Mannschaft. Obwohl auch sie mit dem vierten Tabellenrang nicht restlos glücklich sein dürften, können sie auf eine gelungene Saison zurückblicken. Die Integration vieler neuer, junger Spielerinnen ist geglückt. Diese Mannschaft ist definitiv eine Bereicherung für die Damenmeisterschaft. Finden sie zur Konstanz zurück, so werden sie in der kommenden Saison vermutlich um die Playoff-Plätze mitreden.

Für die Green Vipers geht diese Übergangs-Saison nun also mit dem letzten Tabellenrang zu Ende. Aufgrund des schmalen Kaders und der vielen Verletzten war nicht davon auszugehen, dass die Vipers in dieser Saison vorne mitspielen können. Trotzdem haben sie gezeigt, dass sie auch mit einer arg dezimierten Mannschaft gegen Tabellennachbarn wie beispielsweise die Visper Lions bestehen können. Die beiden einzigen Saisonsiege feierten sie gegen eben diese Visper Lions (7:6 und 9:1). Nun gilt es, das Positive aus dieser Spielzeit mitzunehmen. Wir werden in Kürze mit einem Saisonrückblick das Geschehene Revue passieren lassen.

UHC Green Vipers vs. UHC Embd Devils 1:5 (1:3)

Zentrum Sosta – 100 Zuschauer – SR Carlen

Tore: 5. Inderkummen (Borter A.) 1:0. 6. Fux K. 1:1. 7. Bumann N. (Simkova) 1:2. 17. Fux K. 1:3. 23. Bumann N. 1:4. 36. Lengen S. 1:5.
Strafen: –
Green Vipers: Bovet Jenny; Lötscher Anna, Borter Elisabeth, Borter Alexandra; Inderkummen Marielle, Passeraub Natascha.
Embd Devils: –
Bemerkungen: Embd Devils komplett. Green Vipers ohne Wichmann (verletzt), Michlig (beruflich) und Meichtry (beruflich). – 35:54 Time-out UHC Green Vipers. – Inderkummen (Green Vipers) und Fux K. (Embd Devils) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Statistik

 

 

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