Spielbericht 19.11.2016

UHC Green Vipers vs. UHC Fletschi Cracks 2:17 (1:4)

Zum ersten Mal in der laufenden Saison wurde den jungen Schlangen aus Turtmann zu spüren gegeben, wie sich eine Kanterniederlage anfühlt. Abgesehen von den ersten 15 Minuten waren die Vipers chancenlos.

Die Frauen aus dem Saastal legten furios los und versuchten, die Vipers von Beginn an in deren eigene Zone zu drücken. Die aufopferungsvoll dagegenhaltenden Turtmännerinnen scheuten allerdings keine Zweikämpfe, blockierten Distanzschüsse und spielten munter mit. Die Saaserinnen mögen sich in dieser Phase mehrfach verwundert haben, weshalb ihnen diese Schlangen ständig auf den Füssen standen. Nun, die gegen individuell hochklassige Spielerinnen einzusetzende „Waffe“ der Manndeckung zeigte zumindest vorerst Wirkung: Der Serienmeister der vergangenen Jahre vermochte sich resultatmässig nicht entscheidend abzusetzen.

Nach einer guten Viertelstunde schienen die Vipers dann den Defensivbetrieb einzustellen. Die erfahrenen Saaserinnen rochen sofort den Braten und stellten ein paar Gänge höher. Kompromisslos erhöhten sie kontinuierlich das Skore. Sie spielten sich dabei richtig in Laune und es schien, als wollten sie der ganzen OUM-Gemeinde zeigen, was in ihnen steckt. Unter die Räder kamen dabei die jungen Vipers. Dennoch, ein Gefühl von Mitleid ist unberechtigt. Die Vipers müssen dem Gegner dankbar sein, denn die Kanterniederlage hat ihnen auf eindrückliche Art und Weise aufgezeigt, dass sie erst ganz am Anfang des Reifeprozesses stehen. Dürfen sie in Ruhe weiterarbeiten, so werden sie aus diesem Ergebnis lernen und das Positive davon mitnehmen. So oder so, die Zeit der jungen Vipers wird kommen.

UHC Green Vipers – UHC Fletschi Cracks 2:17 (1:4)
TH Baltschieder – 30 Zuschauer – SR Murmann
Tore: 9. Inderkummen (Borter A.) 1:1. 31. Inderkummen (Borter A.) 2:9.
Strafen: –
Green Vipers: Michlig; Borter A., Bovet Je., Imboden, Lötscher, Steiner; Fux, Inderkummen, Kuonen E., Kuonen S., Lorenz, Meichtry N., Schmid.
Bemerkungen: Green Vipers ohne Borter E. (beruflich), Bovet Ja. (verletzt), Elsig (beruflich), Meichtry C. (beruflich), Wichmann (rekonvaleszent) – Lötscher (Green Vipers) und Zurbriggen M. (Fletschi Cracks) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.


UHC Green Vipers vs. STV Baltschieder Future 9:6 (5:3)

Nach der Kanterniederlage vom ersten Spiel galt es, eine Reaktion zu zeigen. Die Vipers bewiesen Moral und holten sich den ersten Saisonsieg.

Das Spiel zwischen den Futures und den Vipers war das „Küken-Duell“ der Liga: Auf der einen Seite die Baltschiednerinnen, die seit nunmehr drei Jahren diese Nachwuchsmannschaft unterhalten, und auf der anderen Seite die Turtmännerinnen, deren Kader zur Hälfte aus Spielerinnen unter 13 Jahren bestand. Entsprechend kamen die Zuschauer in den Genuss, den Stars von morgen zuzuschauen.

Natürlich verfügen beide Mannschaften neben den Juniorinnen über erfahrene und spielstarke Damen, die Verantwortung übernehmen und die jungen Wilden führen. In den Reihen der Vipers ist das beispielsweise die langjährige Spielführerin Inderkummen. Sie war es, die diesem Spiel den Stempel aufdrückte. Am Ende standen bei ihr sechs Tore zu Buche – eine Wahnsinnsleistung!

Die Vipers dürfen damit ihren ersten Saisonsieg feiern. Viel wichtiger als der Sieg ist aber, dass viele Nachwuchstalente wertvolle Erfahrungen sammeln durften. Das ist zu einem erheblichen Teil Mannschaften wie den Futures zu verdanken, die ebenfalls stark auf den Nachwuchs setzen und damit faire und ausgeglichene Partien ermöglichen. Es kann nur im Sinne der gesamten Liga sein, dass die Nachwuchsspielerinnen der einzelnen Vereine zu Einsatzminuten kommen. Es wird spannend zu beobachten sein, welche Mannschaften in naher Zukunft (aus freien Stücken) stärker auf den Nachwuchs setzen werden. Gewinnen werden am Ende viele: die Zuschauer, die gegnerischen Mannschaften und natürlich die jungen Wilden!

UHC Green Vipers – STV Baltschieder Future 9:6 (5:3)
TH Baltschieder – 60 Zuschauer – SR Gruber
Tore: 2. Meichtry N. (Lötscher) 1:0. 9. Inderkummen (Borter A.) 2:1. 14. Inderkummen (Borter A.) 3:2. 16. Inderkummen (Borter A.) 4:3. 18. Lötscher (Steiner) 5:3. 21. Lötscher (Meichtry N.) 6:3. 26. Inderkummen (Imboden) 7:4. 33. Inderkummen (Lötscher) 8:5. 36. Inderkummen (Meichtry N.) 9:5.
Strafen: –
Green Vipers: Michlig; Borter A., Imboden, Lötscher, Steiner; Fux, Inderkummen, Kuonen E., Kuonen S., Lorenz, Meichtry N., Schmid.
Bemerkungen: Green Vipers ohne Borter E. (beruflich), Bovet Ja. (verletzt), Bovet Je. (beruflich), Elsig (beruflich), Meichtry C. (beruflich), Wichmann (rekonvaleszent) – Inderkummen (Green Vipers) und Grünwald (Baltschieder Future) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

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