Spielbericht 20.02.2016

UHC Green Vipers vs. UHC Naters-Brig

Am fünften Spieltag der OUM-Damen-Meisterschaft gastierten die sieben Damenmannschaften erstmals in Turtmann. Das Dorf im Herzen des Oberwallis’ war ein Tag lang das Mekka des Walliser Unihockeysports. Neben den Spielen der Damenmeisterschaft standen zusätzlich die beiden Cup-Halbfinalspiele auf dem Programm.

Die Green Vipers trafen in ihrem ersten Spiel auf keinen Geringeren als den aktuellen Leader, den UHC Naters-Brig. Dass diese Mannschaft über unglaublich viel Potential verfügt, ist den Vipers spätestens seit der klaren 4:14 Niederlage vom zweiten Spieltag in Saas-Grund bekannt. Hinzu kam, dass die „Natischerinnen“ am heutigen Spieltag in Bestbesetzung aufliefen konnten: Millius, Steiner, Nanzer oder Montani – alles Spielerinnen, die über enorm viel Klasse verfügen.

Die Vipers ihrerseits gingen die Aufgabe zum wiederholten Male mit lediglich fünf Feldspielerinnen an. Lange Zeit sah es noch düsterer aus, denn Borter A., Lötscher und Michlig hätten aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten eigentlich gar nicht antreten können. Um eine Forfait-Niederlage zu verhindern, bissen diese drei tapferen Schlangen auf die Zähne und versuchten, das Beste aus sich herauszuholen.

Kommentar

Aufgrund der schlechten Ausgangslage waren sich die Vipers bewusst, dass gegen Naters-Brig in dieser Verfassung jedes Tor, jede gelungene Kombination und jeder „big save“ Erfolgsmomente sind. Es galt, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, um in der kommenden Saison angreifen zu können. Das Spiel verlief erwartungsgemäss: Naters-Brig ging in Führung und gab diese bis zum Spielende nicht mehr ab. Die Vipers taten ihr Möglichstes und kämpften aufopfernd. Eine überragende Michlig im Kasten der Turtmännerinnen verhinderte eine noch höhere Niederlage. Offensiv konnten sich Inderkummen und Borter A. auszeichnen.

Trotz der hohen Niederlage können die Vipers stolz auf ihre Leistung sein. Inderkummen, vor knapp vier Wochen verletzt ausgeschieden, erzielte einen Treffer. Borter A., die seit mehreren Wochen keine Trainingseinheit mehr absolvieren konnte, traf drei Mal. Und die grippegeplagte Torhüterin Michlig wurde zur besten Spielerin gewählt – Hut ab, ihr kämpfenden Schlangen!

UHC Green Vipers – UHC Naters-Brig 4:15 (1:5)
Turnhalle Turtmann – 40 Zuschauer – SR Bumann
Tore: 4. Montani 0:1. 11. Millius 0:2. 13. Montani 0:3. 16. Inderkummen (Borter A.) 1:3. 18. (17:30) Nanzer (de Salvo) 1:4. 18. (17:57) Coquoz 1:5. 29. Montani 1:6. 30. (29:36) Coquoz 1:7. 30. (29:56) Steiner 1:8. 31. (30:00) 1:9. 31. (30:59) Borter A. (Lötscher) 2:9. 32. Montani 2:10. 33. Steiner 2:11. 34. Coquoz 2:12. 36. Nanzer 2:13. 37. Borter A. (Bovet) 3:13. 39. Millius 3:14. 40. (39:22) Borter A. (Inderkummen) 4:14. 40. (39:50) Millius 4:15.
Strafen: –
Green Vipers: Michlig Jasmin; Lötscher Anna 615-544-7466 , Borter Alexandra, Meichtry Claudine, Bovet Jenny; Inderkummen Marielle.
Naters-Brig: –
Bemerkungen: Naters-Brig komplett. Green Vipers ohne Wichmann (verletzt), Borter E. (verletzt) und Passeraub (verletzt). – Michlig (Green Vipers) und Montani (Naters-Brig) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Statistik

 


UHC Green Vipers vs. STV Baltschieder

Der STV Baltschieder verlor sein erstes Spiel des Tages nach einem harten Kampf gegen den UHC Embd Devils mit 2:3. Damit bewahrheitete sich die Prognose des Halbzeit-Berichts, dass die Embder etwas stärker einzuschätzen sind als die Baltschiednerinnen – aber auch, dass die Green Vipers im zweiten Spiel auf einen Gegner treffen werden, der alles daran setzen wird, zumindest zwei Punkte nach Hause zu nehmen.

Die Baltschiednerinnen spielten von Beginn an sehr körperbetont, was den Vipers einen sauberen Spielaufbau schwierig machte. Schiedsrichter Wyer, der eine fehlerfreie Partie ablieferte, sah sich bereits nach wenigen Sekunden gezwungen, wegen wiederholten Stockvergehen eine Spielerin des STV Baltschieder auf die Strafbank zu schicken. Diese war noch auf dem Weg dorthin, als Inderkummen mit einem satten Schuss zum 1:0 traf. Nach dem 2:0 der Vipers durch Bovet folgte ein munteres Torfestival, das erst durch die Pausensirene beendet wurde. Die Vipers erarbeiteten sich dank tollen Kombinationen und gut platzierten Schüssen einen 7:4 Vorsprung.

Dieses Zwischenresultat muss Coach Imhof sauer aufgestossen sein, denn zur Pause verschwand er mit seinen Frauen im Turtmänner Geräteraum. Seine Worte zeigten Wirkung, denn die Baltschiednerinnen glichen mit drei tollen Toren zum 7:7 aus. Ein unglückliches Eigentor brachte die Vipers anschliessend sogar in Rücklage. Die Schlangen versuchten alles, um den Ausgleich zu erzielen und kamen durch Inderkummen tatsächlich nochmals heran. Ein tolles Freistosstor durch die überragende Céline Leiggener in der 39. Minute brach den Vipers allerdings das Genick. Auch ohne Torhüterin und mit vier Feldspielerinnen gelang der Anschlusstreffer nicht mehr.

Damit setzte es für die Vipers die zweite Niederlage am heutigen Spieltag ab, was die Übernahme der roten Laterne bedeutete. Dennoch zeigten sich die Vipers auch in diesem zweiten Spiel von ihrer besten Seite und begeisterten die Zuschauer phasenweise mit ganz grossem Unihockeysport. Trotz des sehr schmalen Kaders hätten die Vipers das Spiel gewinnen können. Aber eben, hätte, hätte, Fahrradkette!

Genau genommen, hätte das Spiel gleich drei Sieger/innen verdient gehabt: Die sehr starke Céline Leiggener, die Frau der wichtigen Tore. Die stark angeschlagene Borter A., die nicht weniger als sieben (!) Skorerpunkte sammelte. Und zu guter Letzt den fehlerfrei aufgetretenen Spielleiter David Wyer, der es sehr gut verstand, die Spielerinnen vor gröberen Verletzungen zu schützen. Ein Spiel, drei Sieger – auch so kann Unihockey sein!

UHC Green Vipers vs. STV Baltschieder 8:10 (7:4)

Turnhalle Turtmann – 80 Zuschauer – SR Wyer

Tore: 3. Inderkummen (Borter A.) 1:0. 5. (04:24) Bovet (Borter A.) 2:0. 5. (04:54) Leiggener 2:1. 6. 2:2. 7. (06:05) Henzen 2:3. 7. (06:55) Borter A. (Inderkummen) 3:3. 11. (10:16) 3:4. 11. (10:58) Inderkummen (Meichtry) 4:4. 16. (15:37) Bovet (Borter A.) 5:4. 16. (15:39) Borter A. (Lötscher) 6:4. 18. Borter A. (Lötscher) 7:4. 22. (21:14) Hermann 7:5. 22. (21:46) Hermann 7:6. 27. Leiggener 7:7. 28. Salzmann 7:8. 32. Schuler 7:9. 33. Inderkummen (Borter A.) 8:9. 39. Leiggener 8:10.
Strafen: 2 x 2 Minuten gegen STV Baltschieder.
Green Vipers: Michlig Jasmin; Lötscher Anna, Borter Alexandra, Meichtry Claudine, Bovet Jenny; Inderkummen Marielle.
STV Baltschieder: –
Bemerkungen: STV Baltschieder komplett. Green Vipers ohne Wichmann (verletzt), Borter E. (verletzt) und Passeraub (verletzt). – 36:50 Time-out UHC Green Vipers. – Borter A. (Green Vipers) und Leiggener (Baltschieder) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

Statistik

 

 

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