Spielbericht 25.02.2017

UHC Green Vipers vs. STV Baltschieder Future

Die Partie zwischen den beiden Tabellennachbarn Turtmann und Baltschieder war das erste Spiel dieses so denkwürdigen Spieltages. Und es ging gleich richtig zur Sache, denn beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und lieferten sich ein packendes Spiel. Es ist selten der Fall, dass gleich die erste Begegnung die Zuschauer aus den Sitzen zu reissen vermag, aber am Samstag war das definitiv der Fall.

Die grosse Mehrheit der Vipern besitzt geschlitzte, senkrecht verlaufende Pupillen elliptischer Form. Der studierte Biologe wird sofort erkennen, dass das ein Hinweis auf nachtaktives Verhalten ist. Tatsächlich ist die Viper überwiegend nachtaktiv. Möglicherweise ist das der Grund dafür, dass man den Start in die Partie (die bereits um 9 Uhr in der Frühe begann) komplett verschlafen hat. Nach zehn gespielten Minuten hiess es plötzlich 2:0 für den Aussenseiter aus Baltschieder. In dieser Phase mangelte es den Vipers an so ziemlich allem: Laufbereitschaft, Kampfgeist, Effizienz und Biss. Eine Umstellung der Formation verbunden mit aufweckenden Worten brachte den gewünschten „Hallo-Wach-Effekt“. Zwei Mal Wichmann und Borter konnten den Spielstand bis zur Pause ausgleichen.

Zu Beginn der zweiten Hälfte bekamen die Zuschauer eine ganz andere Turtmänner Mannschaft zu sehen. Unter dem Kommando von Neo-Spielführerin Bovet Jenny zeigten sie mehr Biss und vor allem mehr Effizienz im Abschluss. Borter und Hischier erhöhten das Skore auf 5:3. Die Baltschiedner Jungmannschaft liess aber nicht locker und kämpfte sich erneut heran – Grünwald traf zum 5:4. Die Antwort der Vipers folgte keine 20 Sekunden später: Imboden versenkte den Ball herrlich zum 6:4.

In der Folge fielen die Vipers erneut in lethargische Verhaltensmuster, was dem Gegner sechs Minuten vor Ende der Partie den Anschlusstreffer zum 6:5 ermöglichte. Was folgte, war ein Baltschiedner Sturmlauf. Immer wieder wurde die Torhüterin für eine vierte Feldspielerin geopfert, was mehrere Male beinahe schief ging: Borters Schuss aus der eigenen Hälfte verfehlte das Ziel nur um wenige Millimeter. Trotzdem schafften es die Vipers, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. Der zweite Saisonsieg war damit Tatsache und der sechste Tabellenrang gesichert.

UHC Green Vipers – STV Baltschieder Future 6:5 (3:3)
TH Turtmann – 50 Zuschauer – SR Bittel
Tore: 12. Wichmann (Borter) 1:2. 17. Wichmann (Borter) 2:3. 20. Borter (Imboden) 3:3. 23. Borter (Bovet Je.) 4:3. 27. Hischier (Steiner) 5:3. 30. Imboden (Borter) 6:4.
Strafen: –
Green Vipers: Michlig; Borter A., Bovet Je., Imboden, Steiner, Lorenz; Elsig, Fux, Hischier, Kuonen E., Schmid, Wichmann.
Bemerkungen: Green Vipers ohne Borter E. (beruflich), Bovet Ja. (verletzt), Inderkummen (verletzt), Kuonen S. (Firmvorbereitung), Lötscher (krank), Meichtry C. (beruflich) – Wichmann (Green Vipers) und Arnold (Baltschieder Future) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.


UHC Green Vipers vs. UHC Fletschi Cracks

Das Spiel gegen den Serienmeister aus dem Saastal ist rasch zusammengefasst: Tapfer gekämpft, ein Tor erzielt, ein paar kassiert und viel gelernt! Die Fletschi Cracks waren der Turtmänner Jungmannschaft in allen Belangen überlegen. Nun ja, fast in allen: Punkto Effizienz nicht, denn das Turtmänner Tor resultierte aus dem wohl einzigen Torschuss der Partie.

Trotz der auf den ersten Blick ziemlich heftigen Klatsche war es ein wertvolles Spiel, auch für die Vipers. Die Mannschaft kämpfte mit gewichtigen Ausfällen (Inderkummen, Lötscher, Bovet Jasmin, Kuonen Seraina), wodurch sie nicht in Bestbesetzung antreten konnte. Des einen Leid, des anderen Freud, denn dadurch kamen die jungen Wilden zu mehr Einsatzzeit. Viele von ihnen erhielten heute eine Lektion. Eine Lektion des Champions.

Auch wenn aus defensiver Sicht noch nicht viel zusammenpasste und die ersten zehn Minuten gegen Baltschieder Future zum Vergessen sind, darf die Freude über die zwei gewonnenen Punkte klar überwiegen. Die Vipers dürfen nicht den Anspruch haben, sich mit Mannschaften wie den Fletschi Cracks zu messen. Dafür sind die jungen Turtmännerinnen noch nicht weit genug.

Und dann war da noch etwas: Das Comeback von Wichmann. Nach rund einjähriger Absenz kehrte sie auf das Spielfeld zurück und durfte sich gleich im ersten Spiel doppelt in die Torschützenliste eintragen. Was ein Comeback! Diese Leistung verdient besondere Anerkennung, denn der Weg zurück war für Wichmann ein sehr steiniger. Berücksichtigt man, dass sie erst seit zwei Wochen wieder mit der Mannschaft trainiert, ist das wahrlich ein Comeback, das Träume weckt.

Apropos träumen: Sollten die Vipers eines Tages im Playoff-Finale stehen, werden sie in den Genuss eines Abendspiels kommen. Ein Gedanke, bei dem sich bereits jetzt die geschlitzten, senkrecht verlaufenden Pupillen elliptischer Form weit öffnen…

UHC Green Vipers – UHC Fletschi Cracks 1:17 (1:7)
TH Turtmann – 100 Zuschauer – SR Miesch
Tore: 11. Elsig (Steiner) 1:3.
Strafen: 1×2 Minuten gegen Green Vipers, 1×2 Minuten gegen Fletschi Cracks
Green Vipers: Michlig; Borter A., Bovet Je., Imboden, Steiner, Lorenz; Elsig, Fux, Hischier, Kuonen E, Schmid, Wichmann.
Bemerkungen: Green Vipers ohne Borter E. (beruflich), Bovet Ja. (verletzt), Inderkummen (verletzt), Kuonen S. (Firmvorbereitung), Lötscher (krank), Meichtry C. (beruflich) – Borter A. (Green Vipers) und Werlen V. (Fletschi Cracks) als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

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